Theaterdirektor Dennis Grote spricht exklusiv über den Erfolg des Varietés

Das GOP Überseestadt hat sich binnen eines Jahres zu einer vielbeachteten Unterhaltungsgröße im Nord-Westen der Republik entwickelt. Im BREMEN MAGAZIN spricht Theaterchef Dennis Grote über das erste Jahr an der Weser.

01/ Herr Grote, Sie sehen entspannt und glücklich aus. Gefällt Ihnen das Leben in Bremen so gut?

Absolut, ich bin auch innerlich in der Hansestadt angekommen und fühle mich hier sehr wohl.
Unsere Shows laufen gut und das Varieté hat sich – wie erhofft – zum Publikumsmagneten entwickelt. Ich freue mich auf die nächsten Jahre.

02/ Ist das GOP ein beliebtes Ziel für Touristen?

Das kann man so nicht sagen. Sicherlich besuchen auch Touristen unsere Shows, aber den Hauptteil machen Besucher aus Bremen und dem Umland aus.
Das freut uns, vor allem, weil es viele Menschen aus der Region gibt, die bereits mehrfach im GOP zu Gast waren. Ein schöneres Kompliment kann es für das GOP-Team nicht geben.

03/ Eigentlich sind es ja noch ein paar Tage bis zum ersten Geburtstag, aber was viele Bremer nicht wissen, Sie waren teilweise schon bei den Proben ausgebucht.

Ja, das stimmt. Wobei wir es eigentlich ruhig angehen lassen wollten. Denn es braucht schon etwas Zeit bis alles soweit rund läuft, dass man sich einem kritischen Publikum stellen kann.

04/ Wie meinen Sie das?

Unsere Artisten und Künstler sind ja bekanntermaßen Vollblutprofis, die brauchen lediglich ein paar Proben vor Ort, damit sich der Vorhang heben kann. Schließlich touren unsere Künstler kontinuierlich durch all unsere Häuser. Was aber mehr Zeit in Anspruch nimmt, ist die Einarbeitung des Teams im Hintergrund. Schließlich sorgen gut 100 Menschen dafür, dass ein Besuch im GOP zu einem besonderen Erlebnis wird. Denken Sie nur an die Crews in der Küche und an der Bar sowie das Zusammenspiel mit dem Service. Um da zu glänzen, braucht es reibungslose Abläufe und die wollen geübt sein.

05/ Und das hat Ihnen damals Sorgen bereitet?

Nein, das sind ganz normale Abläufe, die aber mal schneller mal langsamer greifen. Wir haben hier in Bremen ein professionelles Team zusammenbekommen, so dass wir uns schon vor dem eigentlichen Premierentermin uns an echte Gäste wagen konnten. Teilweise hatten wir schon große Firmenevents und auch das Team von Werder war schon vor der Premieren-Show zu Gast. Das sorgt natürlich noch mal für einen ordentlichen Adrenalinstoß. Aber, wir haben es einfach gemacht und nicht bereut.

06/ Sie hatten bei der Eröffnungsfeier viel prominente Gäste. Selbst der ehemaliger Keeper der Nationalelf Oliver Kahn war da. Wie kam das?

Wir hatten schon Siegfried & Roy, Udo Jürgens und Loriot in unseren Häusern zu Gast. Aber der Besuch von Oliver Kahn und einiger seiner Fußball-Kollegen war eine echte Überraschung,
Nachdem die Fußballpromis über den roten Teppich ins GOP gelaufen waren und dann am Ticketterminal einchecken wollten, wurde uns klar, dass sie einfach nur den Eingang verwechselt hatten. Denn die Stars darunter auch Michael Ballack und Michael Schumacher wollten im Steigenberger einchecken, hatten aber den Eingang verfehlt. Für uns eine nette Verwechselung.
So wurde später parallel im GOP-Premiere und im Chili-Club der Abschied von Profikicker Torsten Frings gefeiert.

07/ Die Vorstellungen sind regelmäßig ausgebucht und das Geschäft läuft rentabel. Gibt es neue Pläne?

Wir sind in der Tat sehr zufrieden mit dem bisherigen Geschäftsverlauf und damit, dass die Bremer uns so positiv zu getan sind. Denn auch bei allen Planungen zeigt sich erst in der Realität, ob ein Haus wie das GOP an einem Standort richtig aufgehoben ist. Wir sind stolz und dankbar, dass uns dies am Standort Bremen gelungen ist.

08/ Gilt das auch für den Tanzclub „Adiamo“?

Im Gegensatz zu unseren Shows, bei denen alle Gesellschaftsgruppen angesprochen und unterhalten werden, ist dies bei der Konzeption eines Dance Clubs schwieriger. Denn entweder spielen Sie Mainstream-Musik oder Nischenmusik. Beides ist problematisch, aber wir arbeiten an dem Konzept.

09/ Haben Sie Pläne für die Gastronomie?

Die positiven Rückmeldungen unserer Gäste bestärken uns in der Ansicht auf dem richtigen Weg zu sein, was unsere gastronomische Linie betrifft. Aber wir denken natürlich immer über neue Möglichkeiten nach, noch besser zu werden oder unser Angebot zu erweitern.

10/ Gibt es konkrete Vorhaben?

Wir haben jetzt unsere Terrasse bei gutem Wetter bereits ab 15 Uhr geöffnet und bieten eine kleine Auswahl an Gerichten außerhalb der Showzeiten an. An der Bar wollen wir in diesem Herbst einiges verändern.

11/ Was haben Sie vor?
Die Bar ist recht groß und der Raum sehr hoch. Wir wollen ein wenig an der Atmosphäre arbeiten, möchten uns mehr in Richtung Lounge entwickeln. Dazu gehören natürlich gemütliche Sitzgelegenheiten, die mehr zum Verweilen einladen. Außerdem wird an ausgewählten Abenden ein Pianist auf einem Flügel für coolen, klassischen Barsound sorgen.

Interview: Holger Bass

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