Brolters bietet große Vielfalt kleiner Brauereien

Schluss mit dem Einheitsbrei in Sachen Bier – das ist die Devise von Brolters. In dem neuen Fachgeschäft im Viertel finden Biere ein Zuhause, die ungewöhnlich sind, präsentiert in einer ebenso ausgefallenen Umgebung.

Das dreiköpfige Team des neuen Getränkefachgeschäfts Brolters zeigt mit seiner Auswahl, was geschmacklich beim Gerstensaft alles möglich ist. Den Weg in die Regale findet nur das sogenannte Craft-Beer, handwerklich gebrautes Bier von kleinen Brauereien. Das Besondere: Die Macher konzentrieren sich auf historische Rezepte und verwenden erlesene Rohstoffe wie den Aroma-Hopfen. Diese Brauereien verstehen sich als Gegenbewegung zu den Marktführern.
Mit Bier kennt sich das Brolters-Team aus. Geschäftsführer Frank Wolter hat bis zur Schließung seines KGB-Shops im Sommer vergangenen Jahres schon ungewohnte Biere aus aller Welt angeboten. Zusammen mit seiner Frau Janka Bracke-Wolter und dem langjährigen Mitarbeiter Christian Kammann – alle leidenschaftliche Biergenießer und -kenner – geht er mit Brolters nun einen Schritt weiter. „Wir hatten Lust auf ein anderes Konzept, weg von Wasser und Limo hin zu Bier“, erklärt Janka Bracke-Wolter. „Unsere Faustregel lautet: Wir bieten Biere von Biertrinkern für Biertrinker und wollen für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel das richtige Bier im Regal stehen haben“, ergänzt Frank Wolter.

Ausgefallenes Ambiente

Akurat aufgereiht steht Flasche neben Flasche, insgesamt rund 150 Sorten: Pils, Ale, Hefeweizen, Porter, Stout und weitere Sorten. Geht es nach Janka Bracke-Wolter könnten es noch mehr sein. Doch sei der Vertrieb nicht so einfach und vieles aus Übersee nicht ohne weiteres zu bekommen.
Entstanden ist nicht nur eine neue Oase für Liebhaber des kühlen Blonden sondern ein ausgefallenes Geschäft. So abwechslungsreich wie die Biere im Geschmack sind, zeigen sich auch die Etiketten: wahre Kunstwerke komprimiert auf die Größe eines Bierdeckels. „Einige der Brauer sind ehemalige Grafikdesigner, die ihre Kreativität nun auf dem Etikett zeigen“, so Kammann. Der Bierkenner weiß einiges zu erzählen, nicht nur über den Geschmack an sich, sondern auch über die Geschichte des Bieres und seine Macher.
„Unsere Intention ist: Wer zu Brolters kommt, kann sich ausführlich über unsere Sorten informieren. Hier nimmt man sich Zeit. Bei uns verschmelzen Trinkgenuss und Gemütlichkeit“, sagt Janka Bracke-Wolter. Die ehemalige Mediengestalterin ist es gewesen, die dem Laden eine ganz eigene Note verpasst hat. Wer durch die automatische Glasschiebetür tritt, ahnt nicht sofort, dass er sich in einem Getränkefachgeschäft befindet. Möbel und Accessoires aus den 70er Jahren sind auf den knapp 100 Quadratmetern liebvoll arrangiert. Da erscheint auch eine alte Singer Nähmaschine keineswegs fehl am Platz. „Wir wollten etwas Besonderes machen, keinen schnöden Getränkeladen. Wir haben ja auch keine schnöden Biere“, so Bracke-Wolter. Das Logo hat sie ebenfalls entworfen.

Monatliche Tastings

Richtig eintauchen in die für viele noch unbekannte Welt des Craft-Beers können Neugierige und Genießer beim monatlichen Tasting. In Gruppen von zehn Leuten wird gekostet, gefachsimpelt und genossen. Wer die Unterschiede zwischen Pale Ale und Pils und vieles mehr kennenlernen möchte, meldet sich persönlich im Laden an. Termine werden rechtzeitig auf der Facebook-Seite bekannt gegeben.
Absolute Bierverweigerer schließt das Brolters-Team aber nicht aus. Die kleine aber feine Auswahl an Weinen, Cider und Spirituosen sowie Kaffee ist weit entfernt vom üblichen Standard in den Supermärkten. So findet jeder bei Brolters etwas für seinen Geschmack und kann beim Staunen und Verweilen auch noch seinen Genusshorizont erweitern.

Text und Fotos: Sheila Schönbeck

Info

Brolters, Vor dem Steintor 140

Öffnungszeiten:
Mo. – Fr.: 11 bis 19 Uhr
Sa.: 10 bis 16 Uhr.

Infos online auf www.brolters.de.