Team Tatort entscheidet die Bankhaus Neelmeyer Open des Polo Clubs Hagen-Grinden für sich

Knapp 100 der quirligen argentinischen Criollos brauchte es am Wochenende vom 18. bis 20. Juli, gemeinsam mit ihren Reitern waren sie die Hauptakteure der diesjährigen Bankhaus Neelmeyer Open. Auf dem Gelände des Polo Clubs Hagen-Grinden in Langwedel ging es an den drei Tagen – nicht zuletzt der tropischen Temperaturen von über 30 Grad wegen – heiß her. Im Finale konnte sich das Team Tatort Event & Catering gegen das Team Bankhaus Neelmeyer durchsetzen und die begehrte Siegertrophäe mit nach Hause nehmen.

„Wir sind mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Turniers, der Ablauf war super, die Pferde
wurden optimal versorgt und auch die Besucher waren gut drauf“, freut sich Kim Kolb, Pressesprecherin des Clubs. Fast zu heiß sei es allerdings gewesen – aber besser als Regen wie im vergangenen Jahr. Im Finale schenkten sich die Spieler trotz der Hitze nichts, so war es dann auch ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich die Teams Bankhaus Neelmeyer und Tatort Event & Catering lieferten. Am Ende stand es 11:8 für die Tatort-Spieler in den roten Trikots. Für das noch recht junge Turnier konnten die Veranstalter viele internationale Profis gewinnen, die Ehre gaben sich unter anderem der Engländer Tim Ward, Hugo Iturraspe oder auch Cristobal Durrieu, beide aus Argentinien.

„Und was passiert nach einem Tor? Richtig, Seitenwechsel“, wurde Moderator Georg Diehl nicht müde, während der drei Tage auch noch dem letzten Neuankömmling die Regeln des actionreichen Sports zu erklären. Von der Größe des Spielfeldes (274 x 192 Meter) bis hin zum Handicap, welches beim Polo zwischen -2 und +10 rangiert und möglichst hoch sein sollte, ließ der Hesse nichts aus. Gut versorgt mit Informationen konnten sich die Besucher entspannt auf einem der zahlreichen Liegestühle zurücklehnen und das bunte Treiben auf dem Spielfeld genießen.

Aufgrund des Wetters blieben die Besucherzahlen zwar etwas hinter den Erwartungen zurück, mit mehr als 1.500 Gästen alleine am Finaltag sind die Veranstalter jedoch sehr zufrieden. „Wir möchten Polo wieder als festen Bestandteil in der Bremer Sportlandschaft etablieren und auch für die Jugend noch attraktiver machen“, erklärt Harm Hesterberg, Vize-Vorsitzender des Hagen-Grindener Clubs.

Ein Event für die ganze Familie war das Turnier allemal: Während sich die Jüngsten im Kinderbereich mit eigenem Pool ordentlich austoben durften, wartete das mehr als 15 Stände fassende Manufakturdorf unter anderem mit PS-starken Gefährten und leckeren Gaumenfreuden auf. Vor Ort war auch die Autismushilfe Langwedel, die im eigenen Stand über die Entwicklungsstörung informierte. Die Organisation freute sich zudem über die vom Bremer DJ Frank Koopmann eigens produzierte Lounge-CD, die während des Turnier vertrieben wurde und deren Erlös an die Autismushilfe ging. Musik auf die Ohren gab es auch während der Spiele und der anschließenden Partys – hier legte der gut gelaunte Frank Koopmann seine Platten auf.

Eher unaufgeregt ging es dagegen für die anwesenden Sanitäter und Tierärzte zu, die sich lediglich um kleinere Schürfwunden kümmern mussten, die sich die Pferde beim Spiel zuzogen. Vor allem die Vierbeiner waren stets gut versorgt: Bereits nach je vier Spielminuten wurde eine Trinkpause angesetzt und auch ein frühzeitiger Pferdewechsel war gestattet. Im Normalfall läuft ein Polopony ein Chukka mit, also ein Spielviertel, welches effektiv siebeneinhalb Minuten dauert – immerhin erreichen die tierischen Spitzensportler hier Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern. Nach getaner Arbeit kümmerten sich die Pferdepfleger, genannt Grooms um ihre Schützlinge und gewährten ihnen die nötige Abkühlung.

Die erhielt ganz unfreiwillig auch das Team Tatort um Rob Heurman, Mathieu van Delden, Cristobal Durrieu und Thomas Gissler während der Siegerehrung – ein kompletter Bottich mit Eiswürfeln ergoss sich hinterrücks über die feiernden Spieler. Die rächten sich mit einer anschließenden Prosecco-Dusche, der sich auch der Vereinsvorsitzende Peter Hoedemaker und sein Stellvertreter Harm Hessenberg nicht entziehen konnten. Beide saßen während des Turniers selbst im Sattel: Während Hoedemaker, der gemeinsam mit seinen beiden Töchtern für das Team Wortmann | Whirlpool Living den fünften Platz ergatterte, blieb Hesterberg und seinem Team Stiesing | Sauber | Koja der sechste und damit letzte Platz. Riesigen Spaß habe es aber dennoch gemacht. Die Plätze drei und vier belegten das Team Plankontor und Panolife | Dettmer Group.

Für den Polo Club Hagen-Grinden war es erst die zweite Saison, für nächstes Jahr ist aber definitiv das nächste Turnier geplant. „Wir haben von den Spielern durchweg positives Feedback erhalten“, so Kim Kolb. „Selbst Tim Ward, der sonst mit Prinz Harry und Prinz William in England auf dem Spielfeld steht, hat uns bestätigt, dass wir hier den besten Platz haben, auf dem er je gespielt hat.“

Zwar nur kurz und lediglich auf dem Holzpferd, durfte auch die Bremer Torwartlegende Dieter Burdenski sein Können unter Beweis stellen und ein paar Polobälle schlagen – mit einer Turnierteilnahme im kommenden Jahr ist jedoch eher nicht zu rechnen.

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