51. Bremer Sixdays mit tollen Rennen und buntem Rahmenprogramm

Beim 51. Rennen der Bremer Sixdays gehen erstmals noch mehr Fahrerinnen und Fahrern als jemals zuvor. Und nach Hochstufung in die Kategorie 1 des Weltradsportverbandes UCI können bei den SIXDAYS ab sofort auch Weltcup-Qualifikationspunkte gesammelt werden.

„Spätestens mit unserer Jubiläumsveranstaltung haben wir unsere Zielvorgaben erfüllt und haben uns ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Jetzt werden wir die Sixdays in allen Bereichen Stück für Stück ausbauen und verfeinern“, sagt Hans Peter Schneider, einer der beiden Geschäftsführer der Event & Sport Nord GmbH als Veranstalter. Dazu gehören neben den sportlichen Wettkämpfen nicht nur die Sponsoren, sondern auch die Gastronomie, die Technik mit neuem Lichtkonzept und natürlich auch ein breit aufgestelltes Unterhaltungsprogramm. Dass das Varieté-Theater GOP eröffnet die Veranstaltung.

Rattles, Kidsday und Currywurst
Buntes Rahmenprogramm bei den Sixdays mit viel Musik

Neben dem Sport gibt es aber natürlich auch wieder ein großes Rahmenprogramm: DJ Toddy, Extrabreit, die Top 40-Band Blast, Matthias Reim, Mickie Krause und The Rattles wollen für Stimmung sorgen. Selbstverständlich sind für ausgemachte Nachtschwärmer auf der Deka-Dance-Party viele unterschiedliche DJs anzutreffen und als Gegenstück werden auch die Wandervögel wieder unterwegs sein. Auf Andy Einhorn & Band mit handgemachter Musik muss in der Gastrohalle 2 niemand verzichten. „Genauso wenig wie auf Spanferkel, Fisch, Schnitzel, Baguette und Currywurst, die typische Hafenkneipe, den Jägermeister- und den Calvadosstand“, ergänzt Veranstalter Theo Bührmann das Musikprogramm. Ein Dekorations-Highlight für die Gastrohalle 2 hat Hans Peter Schneider parat: „Wir hatten bereits einen Seenotrettungskreuzer in der Gastrohalle und stellen ja auch gerne den einen oder anderen Oldtimer in die Halle, aber im nächsten Jahr wird es eine typische 50er-Jahre-Tankstelle werden.“ Zum Kidsday am Samstagnachmittag wurden mit Meltem Acikgöz und Bibis Beauty Palace zwei Jungstars verpflichtet.

Mehr über das Programm unter www.sixdays-bremen.de

Profis-Teams

Team 01 SCHWARZ David Muntaner Juaneda, ESP,
Sponsor: x-Tip / Die Spielemacher, Trikot weiß, WM Trikot
Team 01 ROT Albert Torres Barcelo, ESP

Team 02 SCHWARZ Christian Grasmann, D,
Sponsor ÖVB, Trikot hellblau
Team 02 ROT Marc Hester, DK

Team 03 SCHWARZ Nick Stöpler, NL,
Sponsor Schmidt & Koch, Triko grau
Team 03 ROT Nico Heßlich, D

Team 04 SCHWARZ Achim Burkart, D,
Sponsor Karstadt Sport, Trikot grün
Team 04 ROT Nils Politt, D

Team 05 SCHWARZ Martin Blaha, CZ,
Sponsor Atlantic Gruppe, Trikot kaki
Team 05 ROT Vojtech Hacecky, CZ

Team 06 SCHWARZ Leif Lampater, D,
Sponsor Sparkasse, Trikot rot
Team 06 ROT Wim Stroetinga, NL

Team 07 SCHWARZ Marcel Barth, D,
Sponsor Elements Pure / Passion Spots Convention, Trikot rosa
Team 07 ROT Erik Mohs, D

Team 08 SCHWARZ Andreas Graf, AUT,
Sponsor Bike it, Trikot dunkelblau EM-Trikot
Team 08 ROT Andreas Müller, AUT

Team 09 SCHWARZ Marcel Kalz, D,
Sponsor swb, Trikot schwarz
Team 09 ROT Alex Rasmussen, DK

Team 10 SCHWARZ Morgan Kneisky, F,
Sponsor leasing e-bike, Trikot hellgrün
Team 10 ROT Jesper Morkov, DK

Team 11 SCHWARZ Lucas Liss, D,
Sponsor Radio Bremen, Trikot orange
Team 11 ROT Tristan Marquet, CH

Team 12 Luke Roberts, AUS,
Sponsor Lotto, Trikot gelb
Team 12 Bobby Lea,

Der sportliche Leiter Erik Weispfennig freut sich über den Aufstieg des Sechs-Tage-Rennens in die Kategorie 1

„Am wichtigsten ist die Qualität der Athleten“
51. Sixdays starten am 8. Januar / Mehr als 100 Teilnehmer

Seit 2012 ist Erik Weispfennig als Sportlicher Leiter für das Bremer Sechs-Tage-Rennen verantwortlich. In diesem Jahr werden die Sixdays vom Weltradsportverband (UCI) in die „Kategorie 1“ eingestuft. Was das sowohl für den Standort als auch für die Fahrer bedeutet, verrät der 45-Jährige im Interview.

01. Wie sieht ihr Arbeitsalltag kurz vor den Sixdays aus?

Es gibt dann immer viel zu koordinieren, weil über 100 Fahrer an diesen Sixdays teilnehmen. Falls sich noch jemanden verletzt oder erkrankt, muss man darauf vorbereitet sein.

02. Wann haben Sie mit den Vorbereitungen für die Sixdays 2015 begonnen?

Getreu dem Motto: „Nach den Sixdays ist vor den Sixdays“. Natürlich ist es nicht ganz so extrem, aber man setzt sich erstmal zusammen und bespricht was gut und was schlecht gelaufen ist und was man optimieren kann. Zusätzlich beobachten wir die Sportler über das ganze Jahr. Die konkreten Vorbereitungen starten dann erst ein halbes Jahr vorher, dann werden Verträge unterzeichnet und die Pressetermine stehen an.

03. Wie kontaktieren Sie die Bahnradfahrer?

(lacht) Bei der modernen Technologie über alle Kanäle: Facebook, Whatsapp, E-Mail und Telefon. Die Sportler sind das ganze Jahr über auf der Welt unterwegs, momentan weilen viele in Australien und fahren dort Rennen.

04. Müssen Sie die Radfahrer überreden nach Bremen zu kommen?

Nein, überhaupt nicht. Es gibt deutlich mehr viele Anfragen als Plätze – leider ist das Teilnehmerfeld dann doch begrenzt.

05. Nach welchen Kriterien stellen Sie denn das Teilnehmerfeld zusammen?

Am wichtigsten ist dabei natürlich die Qualität der Athleten. Im Madison, also im Zweier-Mannschaftsrennen, muss man zudem noch darauf achten, dass die Sportler auch körperlich gut zusammen passen. Es sollte kein Zwei-Meter Mann mit einem 1,60m großen Fahrer ein Team stellen. Insgesamt ist wichtig, dass das Teilnehmerfeld ausgeglichen und somit auch spannend ist, damit die Leute auch gefallen an dem Sport finden.

06. Mal weg von dem Teilnehmerfeld. Sie haben mit den Sixdays das Prädikat „Kategorie 1“ verliehen bekommen. Wie kam es dazu?

Das hat damit zu tun, dass wir uns in den letzten Jahren immer weiter vergrößert haben. Die Frauen fahren mit, die U23-Fahrer haben wir wieder mit ins Programm aufgenommen und in diesem Jahr treten auch erstmals die U19-Fahrer mit auf. Damit haben wir die Kriterien erfüllt. Deshalb hat uns das UCI die „Kategorie 1“verliehen.

07. Was bedeutet das für die Sixdays?

Es ist sowohl eine Aufwertung für uns als Veranstaltung, als auch für die Sportler. In der „Kategorie 1“ bekommen die Fahrer mehr UCI-Punkte, mit denen sie sich für die Weltcups qualifizieren können. Durch die Weltcups haben sie dann die Möglichkeit an der Weltmeisterschaft oder der Olympiade teilzunehmen. Dadurch wird unsere Veranstaltung noch interessanter für die Sportler, da sie einfach mehr Punkte gewinnen können, gerade für die Frauen und die jüngeren Fahrer.

08. Was würden Sie Leuten, die zum ersten Mal zu den Sixdays kommen oder noch unentschlossen sind, empfehlen?

Sie sollten sich auf jeden Fall ein Radrennen anschauen und sich von der Dynamik und der Athletik auf der Bahn faszinieren lassen. Ich denke, es ist ganz wichtig, sowas mal live erlebt zu haben. Viele gehen zu den Sixdays, ohne die Bahn dabei überhaupt zu sehen, daher kann ich allen nur empfehlen sich mal eine Jagd anzugucken.

09. Sie haben früher selber aktiv an den Sixdays teilgenommen. Juckt es sie dabei immer noch in den Füßen?

Ein bisschen schon. Gerade wenn wir über das Madison reden, dann würde ich schon ganz gerne wieder mitfahren. Wenn ich allerdings aus dem Fenster gucke und das Wetter sehe, dann bin ich schon ganz froh, dass ich nicht mehr trainieren muss (lacht).

Bildquellen: ESN Frank Pusch, ESN Michael Heckel

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